Viele Menschen entscheiden sich für kurze oder auch längere Zeit in ihrem Leben für Unterstützung, Hilfe und Begleitung durch einen Coach, Heiler oder Medium… (hier zusammenfassend als „Heiler“ bezeichnet). Die Gründe dafür liegen in sehr unterschiedlichen Bereichen. Manchmal ist es der Körper, der sich vehement zu Wort meldet mit Schmerzen oder anderen Symptomen, die durch klassische oder alternative Medizin (noch) nicht geheilt oder verbessert werden konnten. Manchmal sind es Lebenskrisen, die Frage nach dem Sinn des Lebens, nach der Lebensausgabe, nach den eigenen Fähigkeiten, nach Liebe, nach finanzieller Fülle oder einfach der Wunsch, in Glück und Zufriedenheit zu leben, ohne Zweifel und Unsicherheiten.
Manchmal wird ein Mensch im näheren Umfeld beobachtet auf seinem Weg der Entwicklung und Lösung und der Wunsch „Das will ich auch!“ ist die treibende Kraft.
Das Angebot ist beinahe unfassbar groß. Im Fall von persönlichen Empfehlungen fällt es leichter, sich zu entscheiden und sich einzulassen – oft einhergehend mit Vorab-Informationen, was man zu erwarten hat, wie ein entsprechender Termin oder ein Workshop aussieht. Doch selbst in diesen Fällen kann es zu Enttäuschungen kommen, zu dem Gefühl „Das war es aber wirklich nicht!“. Das ist völlig normal, denn jeder Mensch ist einzigartig in seinem Wesen und jede Lebenssituation ist wieder einzigartig, sodass ein Heiler nie für jeden Menschen und nie für jede Thematik passen kann. Dem steht die Vielfalt unserer Menschheit entgegen.
Wer keine persönliche Empfehlung bekommt, befragt üblicher Weise das Internet.
Viele Menschen wenden sich auch an spirituelle Buchhandlungen oder Zentren, was einer persönlichen Empfehlung oft nahekommt, sie sogar überholt, weil mehr Erfahrung mit verschiedenen Heilern und auch mehr Rückmeldungen von Klienten ein umfassenderes Bild und ein besseres Einschätzen ermöglichen.

In all diesem Wirrwarr – wie finde ich nun den für mich optimalen Heiler?

Denn, wenn ich ihn erst gefunden habe, kann ich mich entspannen und mich immer wieder an ihn wenden, wenn das Leben mich fordert und ich Hilfe in Anspruch nehmen möchte. Oder? Meine Antwort darauf lautet: Nein. Ich halte es für sehr sinnvoll bei einem Thema, das längere Begleitung in Anspruch nimmt, sich einem Menschen anzuvertrauen, gemeinsam tiefer einzutauchen und mehr und mehr zu lösen. Wie lange? So lange es sich im Innen gut anfühlt. Denn jeder Heiler ist Mensch und damit genauso wie alle anderen Menschen mit Themen und Herausforderungen konfrontiert, die ihn beeinflussen und das eine oder andere nicht erkennen lassen. Selbst die Arbeit in Trance lässt die Persönlichkeit mit all ihren Facetten und Blockaden durchscheinen. Selbstverständlich ist es Absicht jedes Heilers, die eigenen Unzulänglichkeiten möglichst außerhalb der Heilarbeit zu lassen, doch wird es sich immer auswirken. Das ist normal und menschlich und unvermeidbar.
Warum außerdem? Weil jeder Heiler in einem oder wenigen Bereichen besonders weitreichend wirkt und besonders gut zu Heilung und Erkenntnissen verhelfen kann. Die Begabung bzw. der bewusst gewählte Schwerpunkt deckt also niemals alles ab, genauso wenig, wie es in unserer Zeit möglich ist, das gesamte Wissen aller Naturwissenschaften oder auch nur der gesamten Medizin zu haben. Es ist zu viel.
Warum außerdem? Je nach Thema hat man das Bedürfnis nach Hilfe in großer Geborgenheit, Verständnis und Liebe – ein anderes Mal sehnt man sich nach sehr direkter und klarer Führung. Das nur als Beispiel, weil natürlich auch jede Technik, jeder Ansatz noch weit mehr Eigenheiten hat, die manchmal genau zu passen scheinen – für die eine Situation – ein anderes Mal eben auch wieder nicht.
Im Bereich der Heilung wünscht man sich manchmal Austausch, Beantwortung von Fragen – ein anderes Mal zeigt sich lediglich das Bedürfnis, die Selbstheilungskräfte in Stille und Heilenergien aktivieren und wirken zu lassen.

Wie erkenne ich, wer für mein aktuelles Thema für mich richtig ist?

Auch hier liegt die Antwort wieder im Inneren jedes Menschen. Am einfachsten denke ich an mein Problem, fühle es, und schaue mit diesen Augen, in dieser Verbindung auf den Heiler. Fühle ich Wärme oder Bestätigung, ist er richtig. Fühle ich Abwehr und Abneigung, ist er oft auch richtig (es zeigt die völlig normale innere Abwehr, Tiefsitzendes oder Verdrängtes wieder zu fühlen). Fühle ich Gleichgültigkeit oder ein emotionsloses Nein, suche ich weiter.

Was ist konstant bei meiner Wahl des Heilers?

Hm. Gar nichts. Doch am ehesten ist es die Sympathie, die stimmen muss. Dabei soll niemand einen neuen besten Freund/in finden, sondern beim Heiler das Gefühl haben, sich wohl zu fühlen, sich öffnen zu können. Diesen Aspekt halte ich für den wichtigsten Bereich bei der Entscheidung, an wen man sich wenden möchte. Denn erst die Offenheit und das Vertrauen ermöglichen die Heilarbeit.
Warum das nicht konstant bleibt? Der Ansatz bleibt sehr wohl wichtig und bestehend, doch je nach unserer Entwicklung kann sich unser Gefühl, unsere Sympathie zu bestimmten Menschen ändern. Wie mache ich das am besten? Viel kann man von Fotos ablesen, indem man sich fragt „Möchte/Kann ich mich diesem Menschen öffnen?“. Ein Vortrag oder ein Video hilft auch, einen deutlichen Eindruck zu bekommen. Außerdem kann man sich in Form von Texten, Website, Flyern etc. ein Bild des Heilers machen.

Wann ist ein guter Zeitpunkt?

Das Timing ist neben all dem Besprochenen ein wesentlicher Punkt mit hoher Priorität. Im Falle von akuten Krisen oder Schmerzen stellen wir uns diese Frage wohl weniger. Doch wir alle tragen Themen in sich, von denen wir wissen, „irgendwann werde ich mich damit befassen“. Und genau in diesen Fällen wollen wir den Zeitpunkt abwarten können, an dem genau dieses Thema auch an der Oberfläche ist, und wir bereit sind dazu. Warum ist das so wichtig? Ohne Bereitschaft in uns und dem richtigen Moment für unser Thema, kann es sein, dass diesbezüglich absolut gar nichts geschieht. Dass wir eine Sitzung oder einen Workshop besucht haben, ohne dass sich auch nur das Geringste in die erhoffte Richtung bewegt hat. Das bedeutet nicht, dass nichts geschieht, doch vielleicht in ganz anderen Bereichen, die eben zu diesem Zeitpunkt vorrangiger sind. Somit kann man nichts falsch machen!
Last but not least hilft es, die innere Bereitschaft zu erkunden, indem wir uns selbst fragen – aufrichtig und wertfrei: „Bin ich bereit, mich diesem Thema in seiner Ursache zu stellen? Erhoffe ich mir eine bestimmte Antwort auf meine Frage oder kann ich auch andere Möglichkeiten oder Wege annehmen?

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